Athletik

Was bedeutet „Athletik“? 

Im Gegensatz zu den bekannten konditionellen Eigenschaften der Kraft und der Ausdauer beschreibt die Athletik ein wesentlich komplexeres Bild der sportlichen Leistung. Neben den beiden konditionellen Grundeigenschaften gehören auch die Beweglichkeit, die Koordinationsfähigkeit, die Schnelligkeit und die sogenannte Agility (englisch für Wendigkeit, Flinkheit zu den Kernfähigkeiten der Athletik.

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Je nach Sportart bilden unterschiedliche Anteile dieser Komponenten die sportartspezifische Athletik aus. Deshalb muss ein guter Athletiktrainer nicht nur in der Lage sein, ein großes Portfolio an verschiedenen Übungen zu vermitteln, er muss auch die Notwendigkeit und die Funktion der Übungen in Bezug auf die Sportart kennen. Innovationen, Ideen und Vorstellungen von neuen Übungen sind so die ständigen Begleiter des guten Trainers.

Das große Spektrum der zur Athletik gehörenden Teilbereiche erschwert die Zusammenstellung eines gezielten Trainings. Das liegt daran, dass die konditionellen Fähigkeiten – nämlich Kraft und Ausdauer – bereits klar strukturiert sind. Vorrangig kann man konditionelle von eher koordinativen Einflussgrößen unterscheiden. Das Zusammenspiel von Nerv und Muskel ist z. B. der Koordination zuzuordnen, während die Energiebereitstellung klar die konditionelle Seite einer Bewegung betrifft. Da die Wirkungen im funktionellen Athletiktraining komplexer sind, kann nicht immer genau gesagt werden, worin im Einzelnen die eigentliche Anpassung beim Sportler besteht. Gerade deshalb ist die Trainingsplanung ein wichtiger Bestandteil der Betreuung eines Sportlers.

Wenn man sich allerdings die physiologischen Anpassungsmöglichkeiten von Sportlern anschaut, sind langfristig Stagnation und funktionelle Kraftverluste vorprogrammiert. Ein effektives Trainieren ist und bleibt mit Herzblut und Schweiß verbunden, und wenn Sie Ihre sportliche Leistungsfähigkeit wirkungsvoll verbessern wollen ist eben auch ein gewisser Zeitaufwand zwingend notwendig.

Lernen Sie die freien Übungen neu kennen 

Ziel des Athletiktrainings ist es vor allem, die Leistungen in einer Sportart ergänzend zu unterstützen. Wir möchten Ihnen deshalb Übungen vorstellen, die Ihnen für fast alle Sportarten Vorteile bringen können.

Dabei konzentrieren wir uns neben der Bewegungsmuskulatur in den Armen und Beinen vor allem auf den Rumpf (Core). Das schult die Muskulatur, die Sie bei jeder sportlichen Bewegung stabilisiert und unterstützt. Die Rumpfmuskulatur (Core) überträgt alle Muskelaktionen in die Bewegung und umfasst den Bereich von der Mitte der Oberschenkel bis zum Rippenbogen. Erst mit einem stabilen Rumpf kann die volle Kraft von den Beinen über die Körpermitte in den Schlagarm beim Tennis übertragen werden.

Auch der Fußballer muss mit dem Rumpf stabilisieren, wenn er einen zielgerichteten und kräftigen Schuss abgeben will.
Am meisten vernachlässigt wird diese Muskelpartie jedoch bei den Ausdauersportlern. Nur selten trifft man auf Triathleten, Läufer oder Radsportler, die ihr Training um wichtige Übungen ergänzen. Zu oft sieht man Sportler, die beim Training auf dem Rad ihren Oberkörper im Rhythmus des Tritts hin und her bewegen. Da der Rumpf aber bei der Übertragung der Kraft auf das Pedal eine entscheidende Rolle spielt, geht so jedes Mal wertvolle Leistung verloren. Wenn das Pedal nach unten bewegt wird, muss nämlich die Körpermitte alle Kräfte vom Lenker in die Beine übertragen. Athleten, die denken, dass diese spezielle Muskulatur auch allein durch das Radtraining ausgebildet werden kann, liegen damit leider falsch.